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Psychische Gefährdungsbeurteilung - Brauchen wir das?

Müssen wir das machen?

 

Ganz ehrlich, bis keine Prüfbehörde bei Ihnen auftaucht, könnten Sie es bleiben lassen. Selbst wenn eine Prüfbehörde auftaucht, erhalten Sie für gewöhnlich ein halbes Jahr Zeit die Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Geldbußen werden (noch) nicht umgesetzt. Also abgesehen davon, dass es Ihre gesetzliche Verpflichtung ist:

 

>>Nicht unbedingt.<<

 

Was, wenn wir warten, bis eine Prüfbehörde auftaucht?

 

Sie erhalten wie gesagt für gewöhnlich ein halbes Jahr Zeit die Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Das mag auf den ersten Blick nach ausreichend Zeit aussehen. Was aber, wenn ausgerechnet gerade Hochsaison ist und Sie tausend andere, für Sie dringendere Dinge zu tun haben? Obendrein muss der Prozess spätestens alle 2 Jahre - oder bei gravierenden Änderungen wie z.B. Führungskräftewechsel - wiederholt werden. Sie möchten also, dass der Zeitpunkt so gewählt ist, dass es sich gut in Ihre Organisationsprozesse einbinden lässt.

 

>>Auf eine Prüfung zu warten kann also unter Umständen sehr unpraktisch sein.<<

 

Wieso wird uns nun eine weitere lästige Pflicht aufgebürdet?

 

Psychische Erkrankungen sind die zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibungen (16,6%). Die Krankheitsdauer ist mit 38,9 Tagen im Durchschnitt mehr als dreimal so hoch wie bei anderen Erkrankungen (13,2 Tage). Sind außerdem häufigste Ursache für Frühberentung. Die Kosten für Volkswirtschaft und Unternehmen belaufen sich derzeit auf 44,4 Milliarden Euro pro Jahr. (Im Detail: Psyga)

Nun mag manch einer denken: Da werden wenigsten die Schwachen aussortiert. Ganz und gar nicht. Gerade an Burnout leiden nicht etwa die "Schwachen", sondern die Leistungsträger. Die, die für Ihr Unternehmen besonders wichtig sind.

Wenn das nicht genügend Gründe dafür sind, sich einmal genau anzuschauen, was Sie als Unternehmen dagegen tun können...

 

>>Die Kosten für psychische Erkrankungen sind enorm. Da kann es sich allein finanziell für Sie lohnen genauer hinzuschauen, was Ihr Unternehmen dagegen tun kann.<<

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