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Ist-Soll oder Branchenvergleich?

Ist-Soll oder Branchenvergleich?

 

Meine Antwort ganz klar: 

 

>>Ist-Soll-Vergleich!<<

 

Was habe ich von einem Branchenvergleich?

 

Ich sehe, ob meine Mitarbeiter in einer Befragung ähnliche Werte aufweisen im Vergleich zu anderen Mitarbeitern derselben Branche.

Nehmen wir einmal an wir befragen eine Gruppe von Bandarbeitern. Diese geben an, aufgrund des hohen Drucks unter körperlichen und psychischen Beschwerden zu leiden. Im Branchenvergleich sehe ich nun, dass diese Werte in dieser Branche typisch sind.

Und was nun? Brauche ich mir jetzt keine Gedanken darüber zu machen, wie ich die Arbeitsbedingungen verbessern kann, weil es anderswo auch nicht besser ist?

Stellen Sie sich mal vor, Sie sprechen mit einem potenziell zukünftigen Mitarbeiter und sagen ihm: Nun ja, unsere Arbeitsbedingungen sind schlecht. Aber seien Sie beruhigt, in der ganzen Branche finden Sie keine besseren.

 

>>Nur, weil es in einer bestimmten Branche typisch ist, heißt das nicht, dass ich beruhigt sein kann und mir keine Gedanken machen sollte wie ich die Arbeitsbedingungen verbessern kann.<<

 

Was habe ich von einem Ist-Soll-Vergleich?

 

Die Interpretation einer Befragung übernimmt ein Mensch mit eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen. 

Wenn zum Beispiel gefragt wird: Können Sie bei Ihrer Arbeit Neues hinzulernen? Und die gemittelten Antwort lautet: Wenig. Ist das nun Grund darüber nachzudenken diese Arbeitsbedingung zu ändern oder nicht? 

Wenn ich persönlich bei meiner Arbeit wenig Neues hinzulernen könnte, ich wäre schnell gelangweilt. Für mich wäre diese Arbeitsbedingung schlecht. Kann ich es. mir deshalb anmaßen auch für andere zu entscheiden, dass diese Arbeitsbedingung schlecht ist? Nein!

Vielleicht wollen gerade diese befragten Mitarbeiter wenig Neues hinzulernen müssen und sind darum sehr zufrieden mit dieser Arbeitsbedingung.  

Das finde ich nur mit einem Ist-Soll-Vergleich heraus. Und das bedeutet zugleich, dass ich als die Person, die die Ergebnisse des Fragebogens bewerten soll, meine eigenen Vorstellungen außen vor lassen kann und die Ergebnisse ganz objektiv beurteilen kann.

Eine Ist-Soll-Befragung bedeutet nämlich, dass ich jede Frage zwei Mal beantworte: Wie ist es gerade? Antwort: Wenig.

Wie soll es sein? Antwort: Wenig.

Stimmt überein, hier ist also kein Unterschied zwischen Ist und Soll und damit sind die Mitarbeiter zufrieden damit, wie es ist und ich als Unternehmen brauche mir keine Gedanken darüber zu machen, ob ich etwas ändern sollte oder nicht.

 

>>Die Beurteilung der Ergebnisse ist objektiv und zeigt mir ganz genau ob und was ich an den Arbeitsbedingungen ändern sollte um zufriedene Mitarbeiter zu erhalten.<<

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